Die Comedian Harmonists

Die Comedian Harmonists
Samstag | 13. Oktober 2018 | 20:00 Uhr


Musikalisches Schauspiel
Buch von Gottfried Greiffenhagen
musikalische Einrichtung von Franz Wittenbrink
in deutscher Sprache

Wiederaufnahme

„[…] mit jedem Lied beweisen die fünf Sänger absolute Größe.“ (BILD Bremen)

„Der Zusammenklang der Stimmen ist in ihrer Balance und Feinabstimmung einfach begeisternd. Die Lieder werden hinreißend serviert.“ (Weser Kurier)

„Irgendwo auf der Welt“ … Genauer gesagt: im Berlin des Jahres 1927. Der gerade einmal 21-jährige Harry Frommermann sucht über ein Inserat im Lokalanzeiger „schön klingende Stimmen für einzig dastehendes Ensemble“. Sein Ziel? Ein deutsches Pendant der US-amerikanischen Gruppe Revelers zu gründen. Das Ergebnis? Ein Vokalensemble, das mit einem für Europa völlig neuen Gesangsstil Musikgeschichte schreibt: die Comedian Harmonists!

Doch aller Anfang ist schwer und so steht für Harry, Ari, Erich, Roman, Robert und den Pianisten Erwin zunächst einmal üben, üben und noch mal üben auf dem Programm. Denn was sie sich zum Ziel gesetzt haben, tönt zwar unbeschwert, ist in der Herstellung jedoch überaus aufwändig: nur vom Klavier begleiteter A-cappella-Gesang, der textbestechend wie intonationssicher sein will. Zunächst als Teil der lebendigen Berliner Revueszene, später in Soloprogrammen und zunehmend gefragten Schallplattenaufnahmen, arbeiten sich die Comedian Harmonists an die Spitze der Unterhaltungsmusik – „Einmal schafft’s jeder!“ Doch während sie in ihren Liedern die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins feiern und 1933 mit 150 Konzerten auf dem Gipfel des Erfolgs ankommen, wird ihre Existenz zunehmend durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten bedroht. Ein deutsches Auftrittsverbot für die „Nichtarier“ Erich, Harry und Roman stellt die Gruppe schließlich vor ihre schwerste Entscheidung: Heißt es nun „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Auf Wiedersehen, my Dear“?

Noch heute tönt bei dem Namen Comedian Harmonists nicht nur „Mein kleiner grüner Kaktus“ ohrwurmverdächtig. Mit dem fiktiven Singspiel von Gottfried Greiffenhagen und Frank Wittenbrink wird dem Sextett ein unsterbliches Denkmal gesetzt – „Heute Nacht oder nie!“